Die GAK Chronik

Am 18. August 1902 - genau am Tag des Kaisers Geburtstag, des höchsten Feiertages dieser Zeit - wurde der
 
 

Grazer Athletik-Sport-Klub (GAK)
(Sektion Fußball)


 
 
offiziell gegründet.

 

Carl Markel berichtet:

Carl Markel Nach einem schönen Sieg des Karlsruher SV gegen den Grazer Akademischen Sportverein, wobei wir von dem Reiseleiter der Deutschen informiert wurden, daß immer dieselbe Mannschaft mit weniger Einsatzkräften im Einsatz ist, reifte bei meinen Mitschülern und mir der Entschluss, einen eigenen großen Verein zu gründen.

Vorerst hat es hauptsächlich Mittelschulmannschaften gegeben, die einen regen Spielverkehr hatten. Im Jahre 1902 wurde am 9. August der Grundstein für den Grazer Allroundsportklub gelegt, wobei der Wiener Athletiksportklub, der als Allroundverein damals in Österreich führend war, als Vorbild diente.

Deshalb haben wir auch den Namen Grazer Athletiksportklub für unseren neu gegründeten Sportverein ausgewählt. Ing. Blaschek, Pfeifer, Seeger, Ing. Maresch, Schreiner, Posch, die Brüder Stanger und ich waren mit Tatkraft an die Gründung herangegangen und hatten das Bestreben, einen großen Klub zu formen. Als in der Körösistraße eine große Wiese gefunden wurde, kamen die Verhandlungen um den Erwerb dieses Platzes zum Ausbau unserer Sportstätte bald zu einem günstigen Abschluss, wobei meine Mutter, Anna Markel, sich als noble Patin zeigte und den Pachtschilling (500 Kronen pro Jahr) erlegte und uns auch weiterhin finanziell unterstütze."

Das erste Fußballspiel gegen einen auswärtigen Gegner auf unserem Platze in der Körösistraße bestritten wir gegen den Fußballklub Ödenburg, der 4:1 besiegt wurde. Bald nach der Fußballsektion gründete sich auch die Tennissektion, die ebenfalls drei Plätze, die heute noch in Betrieb stehen, erwerben konnte.

Der bekannte Grazer Radsportmann Franz Seeger gründete die Radfahrsektion, später folgten dann die Sektionen für Leichtathletik, Schwimmen, Fechten und Wintersport, aber auch das erste Ping-Pong-Turner in Graz wurde im Jahre 1903 vom GAK durchgeführt.

Wir waren allen steirischen Vereinen damals weit überlegen und erst nach dem ersten Weltkrieg erwuchs im Sportklub Sturm im Fußballsport ein ebenbürtiger Rivale.

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Urkunde Die Wurzeln des Steirischen Fußballes reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück: 1893 brachte der Medizinstudent und spätere Professor Georg-August Wagner den Fußballsport von Prag nach Graz, eine Gruppe von Allroundsportlern (Turner, Radfahrer und Bergsteiger) des "Techniker Alpenklubs" , die in Graz studierten, fand Gefallen am runden Leder. Breits 1894 kam es zur Gründung der ersten Fußballabteilung in der Steiermark, das erste Fußballspiel in Österreich fand am 18. März 1894 auf dem Platz vor der Landesturnanstalt in Graz zwischen zwei Mannschaften des ATRV (Akademisch Technischer Radfahrverein) statt. Obwohl die Bevölkerung wenig bis gar kein Verständnis für diese neue Sportart zeigte, fand der Fußball nach und nach auch bei den Mittelschülern Anklang und es bildeten sich sogenannte "Gassenmannschaften", die ihre Spiele im Augarten, im Lazarettfeld und auf einer Wiese in der Fröhlichgasse austrugen. Um den Lehrern nicht Anlaß zu Ärgernis zu geben, wurden von den Mittelschülern sogar Decknamen für die Zeitungsberichte verwendet.

Die Unstimmigkeiten zwischen den aktiven Fußballern des Akademischen Sportvereins und einer Gruppe von Mittelschülern, die dem Verein beitreten wollten, führte im Mai 1902 zu einem Vergleichsspiel des ASV gegen die Mannschaft der "Vereinigten Obergymnasiasten und Oberrealschüler", das die Schüler um Torwart und Gründervater Carl Markel 4:1 gewinnen konnten. In der Schülermannschaft spielten unter anderen: Julius und Rudolf Stanger, Wilhelm Rosanelli, Franz Egger und Rudolf Schneider . Bei der dem aufsehenerregenden Erfolg folgenden Siegesfeier wurde beschlossen: Wir gründen einen eigenen Fußball-Verein!

Urkunde Bereits zu Ostern 1902 wurden von Grazer Studenten und Mittelschülern die ersten Satzungen für den Alround-Sportverein G-A-K bei der damaligen k. k. Polizeidirektion eingereicht und mit Erlass der k. k. steierm. Statthalterei vom 14. Juli 1902 genehmigt. Am 9. August 1902 fand im damaligen "Stigl-Bräu" in der Grazbachgasse die Gründungsversammlung statt. Bei der Namensgebung für den Grazer Allroundsportklub diente der Wiener Athletiksportklub, der als Allroundverein damals in Österreich führend war, als Vorbild. Der Mitgliedsbeitrag betrug 2 Kronen. Zum ersten Obmann wurde der Industrielle Karl Rieckh gewählt, weitere Vorstandsmitglieder waren Obmannstellvertreter Franz Schreiner, Schriftführer Robert Brodner, Kassier Carl Markel, 1. Beisitzer Franz Seeger, 2. Beisitzer Josef Pfeifer, weiters Ing. Blaschek, Ing. Maresch, Posch und die Brüder Stanger.

Gründung der Fußballsektion:

Am 18. August 1902 ist es dann soweit, das Datum ist gut gewählt, es ist nämlich der Geburtstag von Kaiser Franz Josef und der schien den Gründungsmitgliedern angemessen genug, um den Fußballklub ins Leben zu rufen. Erster Kapitän der Mannschaft war Franz Egger, der erste Tormann des GAK war Carl Markl.

Um 1850 Als die Brüder Stanger, Schmiderer und der Funktionär Max Pfeiffer auf einem Spaziergang durch die Körösistraße schlenderten, war auch schon eine Spielstätte gefunden: Eine grasüberwucherte Wiese zwischen Mur und Mühlgang in der Körösistraße, die im Besitz des "Älteren Grazer Bäcker-Mühlen-Konsortiums" war, wurde von dessen Obmann Franz Sorger-Domenigg an Anna Markl, der Mutter von Carl, für die entgangene Heuernte um 500 Kronen verpachtet.

Carl Markl, der auch passionierter Rodel- und Bobfahrer sowie begeisteter Radrennfahrer war, legte mit den entlang des GAK-Platzes ausgetragenen "Mühlgangmeisterschaften" - das erste Wettschwimmen in des Steiermark- den Grundstein für die Allroundtätigkeit des GAK. Markl war auch privat recht erfolgreich: Zusammen mit seiner Mutter gründete er die erste österreichische "Litfaß-Unternehmung".

Das erste offizielle Spiel fand dann am 14. September statt, der FC Ödenburg wurde mit 4:1 besiegt. Das einjährige Jubiläum wurde am 12. Oktober mit den oben zitierten Mühlgangmeisterschaften und dem ersten Leichtathletikmeeting auf dem GAK-Platz gefeiert, danach wurden bereits die GAK-Sektionen Leichtathletik, Radfahren und Tennis gegründet. 1905 folgten Eishockey und Schwimmen. Weiter Sektionen folgten, so wurde der GAK nach dem WAC der größte Allround-Sportverein Österreichs.

Einen Meisterschaftsbetrieb gab es in dieser Anfangsphase der Fußballsports in der Steiermark nicht, so wurden zumeist Spiele gegen die Grazer Akademikermannschaften ausgetragen. 1904 schlossen sich die steirische Vereine Akademischer Sportverein Graz, das Grazer Footballteam 1903, der SC Cilli, der SV Judenburg, der SV Leoben und der GAK dem österreichischen Fußballverband an. Weiters gab es zu dieser Zeit Kontakte mit Mannschaften in Wien, Budapest, Prag, Berlin und London. So trug der GAK im Jahre 1905 auf eigener Anlage ein Match gegen die englische Profimannschaft "Londoner Pilgrims" aus und verlor gegen die Briten mit 9:2.

1906 wurde der Grazer Messepokal gegründet, im Jahr 1913 gewann der GAK zum ersten mal nach acht Versuchen diesen wichtigsten Pokal dieser Zeit: den " Silberpokal der Grazer Messe" mit Sturm , Germania Rapid Graz , Gösting und Amateure und Grazer Sportvereinigung ( GSV ) als Teilnehmer. Ein Jahr später wurde der Spielbetrieb aufgrund des ersten Weltkriegs eingestellt, aber sofort nach Kriegsende 1919 wieder aufgenommen. Die Fußballer der "GAK-Urzeit" (1902-1913): Carl Markel, Franz Egger (der 1. Kapitän), Fritz Schmiderer, Julius und Rudolf Stanger, Heinrich Wirgler und Franz Ircher. Für das erforderliche Schuhwerk sorgte übrigens der Schuster Leeb, der auch eine Wäscherei betrieb und seine Werkstatt direkt gegenüber dem Eingang zum Fußballplatz hatte. Der Leeb-Schuh war für Generationen von Fußballern ein Begriff. Erste Adresse für Fußbälle war das Grazer Sporthaus Webenau.

Während des ersten Weltkrieges erwarb sich Roman Posch als GAK-Funktionär ganz besondere Verdienste: Es gelang ihm mit besonderer Tatkraft und Geschicklichkeit, die Zweckentfremdung der Sportanlagen - maßgebende Stellen wollten sie in ein Kartoffelfeld umwandeln - zu verhindern. Mehr..

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Die Holztribüne Nach Ende des Krieges - viele Funktionäre und Spieler mussten ihr Leben lassen - wurde zunächst der Platz, die Laufbahn und die altehrwürdige Holztribüne saniert. Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung durch Evaristo di Lenardo wäre die Generalsanierung sicher nicht gelungen. Die Eröffnung der neuen Anlage erfolgte am 1. Mai 1922 unter Bürgermeister Vinzenz Muchitsch mit einem Freundschaftsspiel gegen Simmering, das mit 3:0 gewonnen wurde.
Im Jahre 1921 kam es zwischen der ersten Jugend und der GAK-Führung zu einem Streit über die Jugendbetreuung, der zur Folge hatte, dass sich die Jugendmannschaft vom Verein trennte und einen eigenen Verein, den GAF (Grazer Associations Football-Club) gründete. Trainiert wurde im Augarten oder auf einer Wiese hinter dem Sturmplatz.
Mit der Saison 1920/21 begann auch die Steirische Meisterschaft, wobei der GAK im ersten Jahr den 2. Platz belegte und bereits in der folgenden Saison am 7. Mai 1922 durch einen 2:0 Sieg gegen Sturm erstmals steirischer Meister wurde. Ab 1924 errang die Mannschaft des GAK neunmal - davon achtmal in ununterbrochener Reihenfolge - den Meistertitel bei den Steirischen Landesmeisterschaften. Einer der Gründe für diese Serie war das Engagement des Wieners Kowanda, der als Spielertrainer in taktischer und spielerischer Hinsicht "Entwicklungshilfe" leistete. Später holte man noch Josef Haist (WAF-Wiener Associations Football-Club) und Hans Ehrlich (Simmering) als Spieler bzw. Trainer. Rudi Hiden, der von Jugendleiter Major Oppitz vom Stürmer zum Tormann umfunktioniert wurde, ging 1927 nach Wien zum WAC (der GAK kassierte 500 Schilling). Mit 19 debütierte er im Nationalteam und wurde zum Star im Österreichischen Wunderteam der 30er Jahre. 1930 gab ihm Arsenal London einen Vertrag, der WAC sollte 240.000 Schilling erhalten. Hiden wartete in Calais 3 Wochen auf das Einreisevisum auf die Insel. Vergeblich, weil er keine Arbeitsbewilligung für die Insel erhielt.
Weitere Stützen der Mannschaft waren Wicher, Ptacek, Heubrandner, Reiter, Robel, Stany und Gaber.
1928 gründete Kastner & Öhler eine Betriebs-Fußballmannschaft, wobei vom GAK Tormann Herrgsell, Wicher, Ptacek und Sinkovic zum Firmenklub übertraten, da ihnen in diesen Zeiten des "Nachtmahl-Amateurismus" ein sicherer Arbeitsplatz wichtiger war.

In diese Zeit fielen auch die großen Erfolge bei den österr. Amateur-Staatsmeisterschaften, die 1929 (Finale gegen Lustenau 2:2 und 3:0), 1932 (Finale gegen den LASK 1:2 und 2:0) und 1933 (Finale gegen Lustenau 3:1 und 4:2) gewonnen wurden.

Tournee 1930 In der Saison 1930/31 kam es zur ersten Tournee einer mitteleuropäischen Mannschaft nach Afrika: Der GAK-Manager Rudolf Födinger organisierte die Tournee, der GAK gewann gegen Algier 5:0 und 5:1, besiegte Constantine 3:1, spielte gegen Bilda 3:2, gegen Oran 2:0 und war gegen Orleansville mit 4:2 erfolgreich.
Unter der Führung von Rudolf Födinger, Kajetan Schamesberger und Josef Kögl waren folgende Spieler an dieser Reise beteiligt: Adolf Jessenitschnig, Othmar Keckstein, Josef Eichler, Otto Kovar, Josef Stany, Karl Lube, Otto Gaber, Josef Ptacek, Willi Reiter, Anton Heubrandner, Dr. Konrad Reinthaler und Ferdinand Ernstmann.

Die Krisenjahre 1934 bis 1938 gingen auch am GAK nicht spurlos vorüber, es wurde aber - wenn auch mit wenig Erfolg und hauptsächlich im Ausland - bis 1944 durchgespielt (1937 wurde Chelsea besiegt). Dann wurde der Betrieb völlig eingestellt, es durfte und konnte nicht mehr Fußball gespielt werden.

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Nach Kriegsende, als übelgesinnte Kreise die Wiederaufnahme des Sportbetriebes verhindern wollten - unter anderem drohte dem GAK die Auflösung, weil er in seinen Satzungen noch immer den beim Anschluss zu Deutschland üblichen " Arierparagraphen" hatte - versuchten die ehemaligen Spieler Josef Stany und Josef Ptacek unter schwierigsten Bedingungen einen Neuanfang, nur durch die großzügige Unterstützung durch die Grazer Geschäftsleute Evaristo di Lenardo (Gemüsegroßhändler) und Anton Herzl (Stiefelkönig - Schuhe) und der tatkräftigen Hilfe der Funktionäre Heribert Ircher und Rudolf Födinger konnte die Fußballsektion wieder zum Leben erweckt werden. Der Neubeginn war jedoch nicht gerade vielversprechend, so verlor man am 16. Juni 1946 gegen Sturm mit 1:10, den Ehrentreffer des GAK schoß Toni Gregits.

1949 kam es zur Neuordnung im österreichischen Fußball: Der Wiener Fußballverband musste mit Gründung der "Österreichischen Staatsliga" seine Vormachtsstellung abgeben. Die Staatsliga wurde als eigener Verband in den ÖFB aufgenommen, am 27. August 1950 wurde die erste gesamtösterreichische Meisterschaft gestartet. Unter Sektionsleiter Födinger und Trainer Karl Mütsch gelang dem GAK im Jahre 1951 als Zweitplacierter der B-Liga hinter Simmering mit legendären Spielern wie Amreich, Landauf, Kotzmuth, Halla, Heber, Alfred und Stefan Kölly der Aufstieg in die oberste Liga. Im ersten Jahr der A-Liga erreichte der GAK den sechsten Tabellenplatz, hielt sich in der Folge - zum Unterschied von Sturm, das dreimal in die B-Liga verschwand - recht gut.

Der GAK spielt noch immer auf dem von den Bäckern gepachteten Areal, als vom ÖFB der Auftrag kam, die Anlage A-Liga tauglich zu machen. Da dazu die Zustimmung der Eigentümer notwendig war, stellte der GAK das Ansuchen, der ASVÖ (Allgemeiner Sportverband Österreichs), dessen Mitglied der Verein inzwischen war, möge das 28.000 Quadratmeter große Grundstück kaufen. Im Jahr 1951 kaufte schließlich der ASVÖ das gesamte Areal aus Totomitteln und für 40.000 Schilling jährlich wurde der GAK Hauptmieter. Dieser Vertrag wurde am 4. Februar 1954 im Beisein der Anwälte Kaltenbäck und Knaffel abgeschlossen.

Die Jahre 1951 bis 1961 waren von zahlreichen Auslandstourneen geprägt. In dieser Zeit wurden 100 internationale Spiele (davon 80 im Ausland) absolviert, 60 Spiele wurden gewonnen, 30 verloren und 10 Spiele endeten unentschieden. Das Gesamt-Torverhältnis lautete 275 : 159.
Auch in der heimischen Meisterschaft gab es Erfolge zu vermelden: der Lokalrivale Sturm wurde 1956 mit 6:1 besiegt, gegen Rapid gewann man 1957 auf der Pfarrwiese mit 4:1 (zum ersten Mal gewann ein Bundesländerverein in Hütteldorf!) und 1960 wurde Austria Wien auf dem GAK-Platz mit 5:1 geschlagen.

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Zu Beginn der Sechzigerjahre wurde der erste Ägypter verpflichtet: Saleh Selim kam nach Graz, konnte aber wegen seiner finanziellen Vorstellungen nicht lange gehalten werden. Die Fußballsektion übernahm Oskar Hackl, einer der profiliertesten Sektionsleiter.
Vom 22.1 bis zum 7.2.1964 unternahm der GAK eine Tournee in den Sudan. Die Reise ging zunächst per Bahn nach Athen, dann mit dem Flugzeug nach Khartum. Dort wurden 3 Spiele ausgetragen: Maurada-GAK 0:5, Marik-GAK 2:2, das dritte Spiel wurde verloren. Bei der Rückreise wurde noch ein Spiel gegen AEK Athen ausgetragen, das unentschieden endete.
Im Juli 1965 gab es Dramatik pur, als in der letzten Runde der Meisterschaft Rapid Wien zu Gast war. Der GAK kämpfte gegen den Abstieg, Rapid um den Meistertitel. Durch einen 1:0 Sieg (ein Tor durch Hansi Klug) war der GAK gerettet, Meister wurde der LASK.
In den Cupbewerben war der GAK zu dieser Zeit weniger erfolgreich: 1962 stand der GAK erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale des ÖFB-Cups, unterlag aber dort Austria Wien 1:4. Der GAK debütierte dafür im Herbst im Europacup der Pokalsieger. Der Erstrundengener hieß Odense (Dänemark), man verlor mit dem Gesamtscore von 6:4 (1:1, 5:3), die Dänen stiegen auf. Auch im Messestädtecup 1964 ging es nicht viel besser, man verlor 2:3 und 0:6. 1968 erreichte der GAK zum zweiten Mal das österreichische Cupfinale, Rapid Wien siegt mit 2:0, da die Wiener Meister wurden, qualifizierte sich der GAK für den Europacup der Pokalsieger. gegen ADO Den Haag gab es zwei Niederlagen (4:1, 2:0). Erich Frisch, ein "Urgestein" des GAK gab unter Trainer Kominek urplötzlich seinen Abschied vom GAK bekannt, weitere Stützen des Vereines dieser Zeit waren Harry Ginhart, Stefan Kölly (I), Alfred Kölly (II), Kurt Eigenstiller, Minnie Engel, Erich Sajko, Willy Huberts, Herbert Ninaus, Willi Sgerm, Gernot Fraydl, Hermann Steßl, Hannes Jank, Gerry Erkinger, Walter Koleznik, Hans Klug, Erwin Ninaus, Heinz Schilcher.
Nachdem Graz seit Dezember 1964 eine Sporthalle besaß, hatten sich ein Jahr später GAK und Sturm geeinigt, den Hallenfußball aus der Taufe zu heben: im Februar 1965 kam es zu den Spielen, das erste Match gewann der GAK mit 6:3, das zweite Match endete 5:5. Welk wurde als bester Tormann, Koleznik als bester Schütze ausgezeichnet, der beste Techniker war Kiss.
1967 schied Trainer Karl Kowanz in Unfriedn vom GAK: sein abrupter Wechsel zum Stadtrivalen Sturm war Stadtgespräch Nr. 1.
Im November 1969 wurde der erste Sponsorvertrag mit der Schweizer Uhrenfirma Marvin abgeschlossen. Man erhielt 500.000.- Schilling in bar, die Sportausrüstung für die Kampfmannschaft, die Vergütung für zwei Trainingslager und Sonderprämien zu besonderen Anlässen. Für das tags drauf stattfindende Derby wurde bei einem Sieg eine Prämie von 2.000.- versprochen. Das Match endete 1:1

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In der Saison 1970/71 gab es im Frühjahr gegen Wattens eine kuriose Situation: Der GAK führte zur Pause 1:0, unmittelbar nach Wiederanpfiff schoss Siber ins leere Tor, denn Tormann Misic war in der Kabine geblieben! Das Tor zählte, der GAK gewann noch 2:1
Im Jahr 1973 endete das internationale Auftreten des GAK in der 1. Runde ( 1:2 und 0:1 gegen Pan. Patras GRE ).
Im Jahr 1974 musste der GAK aufgrund einer Reform ( Zehnerliga) zwangsweise absteigen. Nur die Austria Wien, Rapid und der GAK waren seit der Gründung der obersten Liga nie abgestiegen. Eine Wiener Clique, die verhindern wollte, dass zwei Klubs einer Landeshauptstadt in der ersten Liga spielen, "reformierte" den GAK (für die Steiermark wurde eine 5-Jahreswertung zwischen dem SK Sturm (149 Punkte) und dem GAK (147 Punkte) herangezogen) mit dem Wr. Sportclub, Vienna, Alpine Donawitz, Radenthein und Simmering in die zweite Division (Nationalliga). Der GAK schaffte bereits im ersten Jahr den Wiederaufstieg.

In der Generalversammlung des Gesamtklubs am 3. April 1975 wurde eine Satzungsänderung beschlossen: Den ehemaligen Sektionen wurde Rechtspersönlichkeit gegeben, der Hauptklub (Stammklub) GAK wurde in fünf Zweigvereine umgewandelt.

Im Jahr 1976 erlebte man die dunkelste Zeit der GAK- Geschichte. Die ATS-Bank mit Direktor Horst Melcher war als äußerst großzügiger Sponsor des GAK aufgetreten, es wurden rauschende Feste gefeiert. Aufgrund der bald bekannt gewordenen ATS- Bank-Pleite schien der GAK wirtschaftlich und finanziell am Ende. Niemand wollte oder konnte dem GAK helfen. Nur ein Mann, Hofrat Dr. Konrad Reinthaler - ein Roter aus Leib und Seele - versuchte es, den Verein zu retten. Der damalige Direktor der HAK Grazbachgasse, ging für seine Athletiker von Geschäft zu Geschäft betteln. Er schaffte es, die nötigen Millionen aufzutreiben und seinen GAK zu retten. Hofrat Reinthaler ist es zu verdanken, dass der GAK heute noch existiert und seinen 100jährigen Geburtstag feiern kann.
Horst Melcher, auch GAK-Präsident, fuhr mit seiner ATS-Bank und 95 Millionen S Überschuldung einen Konkurs und schweren Betrug ein, wofür er fünf Jahre Haft erhielt.
Trotz dieser fast ausweglosen Situation wurde rasch ein neuer Sponsor gefunden: die Fa. Körting Austria, die Fernsehgeräte, HiFi-Anlagen und Stereogeräte herstellte. Im März 1976 wurde im Hotel Steirerhof durch Dir. Hilmar ein Scheck als kräftige Starthilfe an Dr. Reinthaler übergeben.

Am 1. April 1977 verstarb Hofrat Dr. Reinthaler völlig unerwartet im Alter von 71 Jahren.

Im gleichen Jahr kam es unter Rudi Rabitsch zur Gründung der Seniorenmannschaft GAK-61.
Im Jahr 1979 gewann der GAK erstmals das internationale Weihnachtsturnier der Kleinen Zeitung in der Liebenauer Eishalle.

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Im Jahr 1981 war der GAK am Ziel seiner Träume: Erstmals in der damals 48jährigen Geschichte des ÖFB-Cups holte er die Trophäe durch einen 2:0 (1:0)-Sieg über die Austria Salzburg nach Graz. Stering verwandelte bereits in der 2. Minute einen Foulelfmeter, Joschi Moder wurde in der 61. Minute ausgeschlossen. Da das erste Spiel 1:0 für die Salzburger geendet hatte, kam es zur Verlängerung und in der 106. Minute schoss Alfred Riedl das Siegestor.
Im Europapokal verlor dann der GAK gegen die mit Weltstars gespickte Truppe von Dinamo Tiflis auswärts am 16.9.1981 2:0 und daheim wurde am 30.9.1981 2:2 gespielt.
Im Jahr 1982 zum 80 jährigen Bestehen gewann der GAK zum zweiten Mal das Hallenturnier der Kleinen Zeitung. In der Meisterschaft belegte der GAK unter Trainer Gustl Starek zum zweiten Mal nach 1973 den dritten Platz. Internationaler Auftritt: 1:1 und 0:3 gegen Conv. Hunedoara.
Im Jahr 1986 unter Präsident Dipl. Ing. Anton Kürschner kehrte der GAK nach 11 Jahren wieder in das neu gebaute Casino-Stadion zurück. Am 8.Juli 1975 hatte man sich mit dem Spiel gegen Stockerau nach Liebenau verabschiedet, mit dem Eröffnungsspiel gegen Voest Linz war der GAK wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Im gleichen Jahr musste der GAK in die Aufstiegs-Playoff und wurde dort Tabellendritter.
Im Jahr 1987 folgte der Wiederaufstieg unter Trainer Adi Pinter, der sich selbst der " Rote Messias" nannte. Im Herbst spielte der GAK um die Meisterschaft mit. Ing. Peter Tabor wurde Präsident des GAK.
Im Jahr 1988 im Frühjahr kam der Einbruch und Pinter wurde gefeuert. Unter dem Rückkehrer Wenzel Halama, der mit harter Hand regierte, hielt sich der GAK im Mittelfeld.
Das Jahr 1989 brachte wieder eine schwache Frühjahrssaison und die Ablöse von Trainer Halama. Nach einem kurzen Intermezzo von Adi Pinter folgte die rote Legende Karl Philip. Mit seinem Co- Trainer Walter Koleznik versuchte er den steirischen Weg. Junge Spieler aus der Steiermark sollten den GAK retten. Leider stieg der GAK als Vorletzter ab. Peter Tabor trat zurück, sein Nachfolger wurde Adolf Heschl.

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Fischl und Kartnig 1990 hieß es zum zweiten Mal nach 1974 Abschiednehmen von der 1. Division. Doch diesmal bleibt der GAK sechs Jahre in der zweithöchsten Spielklasse.
Am 14.12.1990 übernahm der Fürstenfelder Geschäftsmann Harald Fischl in einer sportlich und finanziell schwierigen Lage das Präsidentenamt beim GAK und leitet damit das Wiedererstarken des Vereines ein. Legendär waren die gemeinsamen öffentlichen Auftritte von Fischl und Sturmpräsident Kartnig, die an längst vergangene Kabarettzeiten erinnerten.
In der Saison 1994/95, nach sechs Jahren in der zweiten Division, stieg der GAK unter Trainer Thomale mit dem letzten Meisterschaftsspiel gegen Braunau wieder in die 1. Division auf.
1996 wurden die Meisterschaftsspiele des GAK im Kapfenberger Alpenstadion ausgetragen, als Grund wurden die fehlenden technischen Voraussetzungen für TV-Übertragungen am GAK-Platz angegeben. Die Fans aus Graz wurden mit Bussen zu den Spielen gebracht, nach anfänglichen Protesten wurde aber das schmucke Stadion akzeptiert. Die Ehe zwischen der Stadtgemeinde Kapfenberg und dem GAK hielt nicht einmal ein Jahr, nach Subventionszusagen der Stadt Graz kehrte man bereits im Mai 1997 wieder nach Graz zurück. Der Grund: schwindende Zuschauerzahlen.
Der Ausflug nach Kapfenberg hatte sich dennoch gelohnt: Der Verein war finanziell saniert und Fischl, der 40 Millionen Schilling - teils bar, teils als Bürgschaft - investiert hatte, bekam sein Geld zurück. Der Stadion-Poker ging weiter, denn nach den 2,4 Mill. Schilling, die die Gemeinde Kapfenberg jährlich garantierte, zahlte die Stadt Graz für die Rückkehr ins Schwarzeneggerstadion sechs Jahre lang eine Subvention von 3 Mill. Schilling. Peter Svetits - der Klubmanager war Fischls Entdeckung - trug wesentlich durch seine konsequente Spielerpolitik zur Konsolidierung des Vereines bei.
1996 gab es unter Fischl den wohl größten Trainerverschleiß: innerhalb von 3 Monaten trainierten 4 Trainer die Mannschaft: Thomale mußte im Sommer gehen, Ljubo Petrovic gab wegen einer "gsunden Watschn" nur ein kurzes Gastspiel, Hans Peter Schaller coachte überhaupt nur ein Spiel, dann war Gustl Starek wieder an der Reihe.

Im Jahr 2000 stieg Trainer Klaus Augenthaler vor Beginn der Frühjahrsmeisterschaft aus seinem Vertrag aus und ging zum 1. FC Nürnberg, sein Nachfolger wurde der Co-Trainer Rainer Hörgl. Im April 2000 kam der karenzierte Turn- und Deutschlehrer Werner Gregoritsch für den entlassenen Rainer Hörgl. Der Mannschaft gelang es, sich zu stabilisieren, sie erreichte das Cup- Finale im Wiener Ernst Happel Stadion gegen Austria Salzburg. Der GAK gewann mit 4:3 nach Elfmeterschiessen und wurde damit neuer Cupsieger des Jahres 2000. Mit dem Gewinn des Supercups gegen den Meister FC Tirolmilch Innsbruck errang der GAK den 2. Titel des Jahres 2000, dazu kam noch der 3. Platz in der Endtabelle vor dem SK Sturm. Gregoritsch war damit der erfolgreichste Trainer des GAK, eine 7:0 Schlappe gegen Tirol veranlasste ihn aber zum Rücktritt, Co-Tainer Keglevits betreute interimsmäßig bis zur Verpflichtung des Holländers Thjis Libregts die Mannschaft.
Der GAK konsolidierte sich rasch, Ronnie Brunmayr wurde von den Trainern zum Spieler des Jahres 2001 gekürt.

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Neue Dressen Das Jahr 2002 war geprägt vom 100-jährigen Vereinsjubiläum, das mit eigenen Dressen, einer eigenen Homepage [www.gak-archiv.at] und einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert wurde. Mit der Buchpräsentation "Bravo GAK!" und der Vorstellung der Jahrhundertmannschaft (Ekmecic, Erkinger, Zuenelli, Gamauf, Vukovic, Rebernig, Stering, Ceh, Koleznik, Sgerm, Brunmayr) wurde die Serie der Jubiläumsveranstaltungen gestartet. Höhepunkt war wohl das Freundschaftsspiel gegen Real Madrid, der GAK schlug den regierenden Champions League-Sieger vor 13.000 Zuschauern verdient mit 3:2 (2:0).
Neue Dressen Die Meisterschaft beendet der GAK auf dem 3. Rang, da der FC Tirol bekommt wegen seiner Finanzprobleme keine Lizenz für die neue Saison bekommt, tritt der GAK damit in der CL-Qualifikation an, scheitert aber an Lok Moskau. Zu Beginn der Saison 2002/03 geistert der GAK seit der 0:1-Heimniederlage gegen Salzburg mit der "roten Laterne" durch Fußball-Österreich, Trainer Thijs Libregts wurde am 12.8. als Trainer entlassen, sein Nachfolger hieß Christian Keglevits, der aber bereits am 7.10. seinem Nachfolger Walter Schachner den Platz auf der Bank überlassen mußte.
Neue Dressen Im Cupfinale besiegte der GAK den SK Sturm mit 3 :2, Auch organisatorisch gab es einige Änderungen:
Bei einer außerordentlichen Generalversammlung wurde einstimmig eine Statutenänderungen abgesegnet, die es dem GAK in Zukunft gestattet, Verträge mit Kapitalgesellschaften abzuschließen.
Mit 1. September startete die "GAK Marketing GmbH": Werbung, Sponsoring, Marketing, Merchandising und die Bewerbung des Abo-Verkaufs sind die wesentlichen Aufgaben. Die Styria Medien AG hält zwei Drittel der Anteile, der GAK ein Drittel.
Rudi Roth präsentierte die "GAK Fußball AG", das Stammkapital beträgt beträgt 2,4 Mio EURO, die Aktionäre der Inhaberaktien wollen nicht genannt werden. GAK-Geschäftsführer wird Mag. Stefan Gary

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Meister Bad News am Beginn des Jahres 2003: Leider verletzte sich Franz Almer im Spiel gegen NK Ljubljana in der 2. Halbzeit ohne Fremdverschulden an der linken Schulter und fiel für Monate aus. Mit einem 4:1 Sieg gegen SW Bregenz zu Beginn der Frühjahrsmeisterschaft startete der GAK die Aufholjagd um einen internationalen Startplatz, besiegte den SK Sturm mit 5 : 0 und verzeichnete das bis dahin beste Ergebnis der Klubgeschichte: Vizemeister der Saison 2002/03!
An der Transferfront tat sich einiges: Die Spieler Pogatetz, Dollinger und Majstorovic - schon unter dem neuen Sportmanager Weninger - wurden verpflichtet, mit Ales Ceh wurde in einem Freundschaftsspiel gegen seinen neuen Klub NK Marburg einer der verdientesten Spieler des GAK feierlich verabschiedet.
Höhepunkt der CL-Qualifikation war das Spiel gegen Ajax Amsterdam, das im ausverkauften AS-Stadion 1:1 endetde, im Rückspiel konnte der GAK nach einem aufopfernden Kampf erst in der Verlängerung durch einen umstrittenen Elfmeter bezwungen werden.
Günther Koschak gibt in einer Presseaussendung offiziell die einvernehmliche Auflösung seines Dienstverhältnisses mit LIEBHERR GAK bekannt, Mag. Stefan Gary verlässt die GAK AG, neuer Teammanager - nun "Geschäftsträger" genannt - wird Mag. Christian Leger. Das Jahr kling mit zwei Neuverpflichtungen aus: Dominic Hassler und Samir Muratovic.
Das Jahr 2004 ist wohl das ereignisreichste in der langen Geschichte des GAK: Man präsentiert das neue GAK-Logo im Streifendesign, im Trainingszentrum trifft sich die Prominenz zur Gleichenfeier und 9.000 Fans begleiteten unsere Mannschaft nach Niederösterreich zur Überreichung des Meistertellers! Und als Draufgabe schafft der GAK nach einem Sieg im Elferschießen beim Cupfinale gegen die Austria Wien sogar das Double. Im Europacup kam es an der Anfield Road zu einem historischen 1:0 Sieg gegen Liverpool, der GAK stieg in die 1. Hauptrunde des UEFA-Cups auf.

Im Sommer 2005 kam es im Rahmen einer Generalversammlung zum Präsidentenwechsel, Rudi Roth präsentierte als seinen Nachfolger Harald Sükar, der einen rigorosen Sparkurs fuhr und zahlreiche Schlüsselspieler des GAK verkaufen musste. Zur Überraschung vieler holte er Peter Svetits als General Manager zum GAK zurück.

Bei der Lizenzerteilung für die Saison 2006/07 war man erst im zweiten Anlauf mit HIlfe einer Haftungserklärung des Landes Steiermark sowie mit der Unterstützung durch Ehrenpräsident Rudi Roth erfolgreich.

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Scherbaum Nach dem Vizemeistertitel 2005 wird Schachner im Jänner 2006 beurlaubt, sein Nachfolger wird Lars Söndergaard und zur Überraschung vieler präsentiert Präsident Sükar am 1. April 2006 Peter Svetits als General Manager, er soll mit einer drastischen Kaderreduktion die Lohnkosten des finanziell schwer angeschlagenen Klubs senken. Im Juli 2006 tritt Sükar zurück, er beziffert den Schuldenstand mit 1,2 Mio. Euro - der steirische Landtag haftet für die Summe - neuer Präsident wird Stephan Sticher. Die Vermarktungsgesellschaft IMG steigt im August aus, beide Vertragspartner bringen Klagen ein.
Am 23. Februar 2007 bringt die Finanzprokuratur einen Konkursantrag ein, kurz darauf kündigt der GAK an, selbst einen Antrag auf Zwangsausgleich einzubringen. Zum Masseverwalter wird Norbert Scherbaum bestellt.
Im März 2007 setzt der Senat 1 der Bundesliga ein Urteil der FIFA-Disziplinarkommission um, das den Abzug von sechs Punkten vorsieht. Hintergrund des Punkteabzugs ist eine Klage des ehemaligen GAK-Spielers Daniel Kimoni auf Grund offener Forderungen. 14 Tage später kommt es zu weiteren Punkteabzügen: Als Folge der Insolvenz sowie der "damit zusammenhängenden Nichterfüllung von Kriterien" werden dem GAK zehn Zähler und zusätzlich noch zwölf weitere Punkte wegen Verstößen gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzierungsverfahren abgezogen. Auf Grund von insgesamt 28 Minuspunkten rangiert der GAK mit minus einem Zähler abgeschlagen am Tabellenende. Allerdings muss die Bundesliga auf Grund einer einstweiligen Verfügung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen in Graz dem GAK die zuvor abgezogenen 28 Punkte wieder rückerstatten. Im April 2007 erklärt der GAK den Verzicht auf einen Verbleib in der T-Mobile Bundesliga, will den Lizenzantrag für die Red-Zac-Liga stellen und akzeptiert den Abzug der 28 Punkte.
Bei der Prüfungs- und Berichtstagsatzung am 19. April 2007 wird der Vorschlag von Masseverwalter Norbert Scherbaum von den Gläubigern angenommen. Damit ist der Weg zu einem 20-prozentigen Zwangsausgleich frei. Insgesamt war man auf 21,585 Mio. Euro unbestrittene Forderungen gekommen.
Im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2007/08 erhielt der GAK weder in erster noch in zweiter Instanz eine Lizenz, die Entscheidung verzögerte sich weiter, denn das letztinstanzliche Ständige Neutrale Schiedsgericht verwies die Causa GAK wegen eines Formalfehlers zurück an das Protestkomitee. Leider klappte es auch im 2. Anlauf nicht: Das Ständige Neutrale Schiedsgericht verweigerte am 19.6.2007 die Bundesliga-Lizenz für die Saison 2007/08, damit ist der GAK erstmals seit 55 Jahren drittklassig.


© H. Rienessel

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